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Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Deutsches Krebsforschungszentrum belegt Wirksamkeit von Bildern auf Tabakverpackungen

[29.05.2009/DKFZ] Kombinierte Warnhinweise aus Bild und Text auf Tabakverpackungen sind wirksamer als ein Text allein - dies ist das Ergebnis von Studien, die im neuen Report des Deutschen Krebsforschungszentrums "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte" vorgestellt werden. Danach werden Bilder besser wahrgenommen, vermitteln nachdrücklicher Gesundheitswissen und werden auch häufiger als Quelle für Gesundheitsinformationen genannt als Texte. Die zumeist drastischen Darstellungen der Folgekrankheiten des Rauchens lösen häufig negative Emotionen aus. Solche Reaktionen erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass Raucher ihren Konsum reduzieren und zu einem Rauchstopp motiviert sind. Bildgestützte Warnhinweise auf Tabakprodukten haben außerdem das Potential, Ex-Raucher bei der Aufrechterhaltung ihrer Abstinenz zu unterstützen und Kinder und Jugendliche vom Rauchen abzuhalten.

Neben einer umfassenden Analyse aller seit dem Jahr 2000 veröffentlichten Fachartikel zur Wirksamkeit kombinierter Warnhinweise aus Bild und Text geht der Report auch auf die Bedeutung der Tabakverpackungen als Marketinginstrument der Tabakindustrie ein und kommt zu dem Schluss, dass die Verpackung unbedingt zur gesundheitlichen Aufklärung genutzt werden müsse, denn Warnhinweise auf Tabakverpackungen erreichen jeden Raucher. Bei einem Konsum von 20 Zigaretten pro Tag wird der Raucher jährlich 7000 bis 8000 Mal mit den Warnhinweisen konfrontiert. Eine effektivere Gegenwerbung ist kaum machbar. Vor allem erreichen die Warnhinweise auch soziale Schichten, die selten oder gar nicht lesen. Insbesondere bildgestützte Warnhinweise erreichen auch Raucher, die die Landessprache nicht sprechen oder nicht lesen können.

Hinsichtlich des Designs und einer erfolgreichen Einführung von bildgestützten Warnhinweisen enthält der Bericht klare Handlungsempfehlungen, die auf den Erfahrungen von Ländern wie Kanada, Brasilien oder Australien basieren, die bereits seit Jahren kombinierte Warnhinweise haben. Danach sollten die Warnhinweise mindestens 50 Prozent der Packungsvorder- und rückseite bedecken, aus einem emotionalisierenden Bild, einem kurzem erklärenden Text sowie einer Hotlinenummer zum Rauchstopp bestehen. Die Einführung dieser neuen Warnhinweise sollte durch eine nationale Kampagne mit Veröffentlichungen über das neueste Wissen zu den Gesundheitsgefahren des Tabakkonsums begleitet werden.

Die Veröffentlichung des Deutschen Krebsforschungszentrums "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Kombinierte Warnhinweise aus Bild und Text auf Tabakprodukten" kann bestellt werden bei der Stabsstelle Krebsprävention unter who-cc@dkfz.de oder abgerufen werden unter www.tabakkontrolle.de

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland und Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren. Über 2.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, davon 850 Wissenschaftler, erforschen die Mechanismen der Krebsentstehung und arbeiten an der Erfassung von Krebsrisikofaktoren. Sie liefern die Grundlagen für die Entwicklung neuer Ansätze in der Vorbeugung, Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen. Daneben klären die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Krebsinformationsdienstes (KID) Betroffene, Angehörige und interessierte Bürger über die Volkskrankheit Krebs auf. Das Zentrum wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert.


Quellen und weitere Informationen:

Anmerkungen:

Auszug aus der Stellungnahme von Dr. Martina Pötschke-Langer (siehe Quellenverzeichnis): Bedeutsam für die Politik ist auch, dass der Aufdruck von Warnhinweisen auf Tabakproduktverpackungen verfassungsgemäß ist, was das Bundesverfassungsgericht in der Zurückweisung einer Klage der Tabakindustrie bereits zum 22.Januar 1997 deutlich gemacht hat.
Beschwerdeautomat
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Petition für ein Verbot von Tabakautomaten zur Durchsetzung des Jugendschutzes
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Beschwerde über BDTA wegen Nichtentfernens von Tabakwarenautomaten in Schulnähe
Anzeige wegen jugendgefährdender Tabakwerbung
Tabaklobby
FDP
CDU
CSU
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B'90/Grüne
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