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Rauchverbot in der Öffentlichkeit fördert rauchfreies Zuhause

Studien widerlegen Kompensationstheorie der Rauchverbotsgegner

[31.12.2011/pk] Ein wirksamer Schutz vor Zwangsmitrauchen kennt keine Alternative zu Einschränkungen des Tabakkonsums an allen öffentlichen Orten, an denen sich schutzbedürftige Personen aufhalten. Bei allen Diskussionen zu diesem Thema führt früher oder später irgendein Raucherlobbyist als letztes Totschlagargument an, derartige Einschränkungen würden angeblich zu einer Verlagerung des Rauchens in den häuslichen Bereich führen. Folglich würden, so die Logik der Rauchverfechter, insbesondere Kinder zusätzlich belastet.

Diese Kompensationstheorie der Rauchverbotsgegner wurde nun von Wissenschaftlern genauer unter die Lupe genommen. In den USA, die Deutschland beim Thema Nichtraucherschutz im um viele Jahre voraus sind, wurden im Zeitraum von 1992 bis 2007 umfangreiche Daten zum Tabakkonsum der Bevölkerung gewonnen. Die Analyse dieser Daten zeigt, dass die Annahme der Rauchverbotsgegner nicht zutrifft, dass Rauchverbote in der Öffentlichkeit angeblich zu stärkerem Tabakkonsum im privaten Bereich führen würden. Das Ergebnis dieser Studie wurde im Dezember im American Journal of Preventive Medicine veröffentlicht.

Wie die Forscher herausfanden, hat sich das Rauchverbot in der Öffentlichkeit tatsächlich auf den Tabakkonsum zu Hause ausgewirkt. Anders als die Rauchverbotsgegner behaupten, wurde jedoch der neue Maßstab (Rauchfreiheit) vom öffentlichen auf den privaten Bereich übertragen. Es hat ein Bewusstseinswandel hin zur rauchfreien Normalität stattgefunden. In den Bezirken mit einem vollständigen Rauchverbot in der Öffentlichkeit sank auch der Tabakkonsum in geschlossenen Privaträumen stärker als dort, wo nur ein schwacher Nichtraucherschutz in der Öffentlichkeit existiert. Erwähnenswert ist, dass diese Tendenz in Familien mit Kindern besonders ausgeprägt ist.

Der Bewusstseinswandel zeigt sich auch darin, dass sich in den USA laut einer Gallup-Umfrage in diesem Jahr erstmals eine deutliche absolute Mehrheit für ein umfassendes Rauchverbot in der Öffentlichkeit ausgesprochen hat. 59 Prozent befürworten eine solche Regelung, um Vergleich zu 39 Prozent im Jahr 2001, als das Meinungsforschungsinstitut dieser Frage zum ersten Mal nachging.

Ein Fünftel der US-Bürger ist der Ansicht, das Rauchen müsse auch im privaten Bereich komplett verboten werden. Nicht nur der Kinderschutz spricht für eine solche Regelung. Denn trotz der positiven Tendenz darf nicht vergessen werden, dass immer noch deutlich zu viele Raucher weder auf die eigenen Kinder noch auf Nachbarn Rücksicht nehmen. Besonderes Konfliktpotenzial bieten hierbei naturgemäß von mehreren Parteien belegte Wohnanlagen. Zunehmend reagieren Wohnungsgesellschaften darauf mit Rauchverboten in ihren Wohnanlagen und die zuständigen Behörden untersagen das Rauchen in Sozialwohnungen.

Die Ergebnisse der US-amerikanischen Studie zur Kompensationstheorie bestätigen entsprechende Erkenntnisse schottischer Forscher, die privaten Tabakkonsum in Relation zu rauchfreien Arbeitsplätzen setzten. Auch hier nahmen die Raucher das Rauchverbot am Arbeitsplatz als Anlass, zu Hause mehr Rücksicht auf die Familie zu nehmen und den Glimmstängel ganz aus der Wohnung zu verbannen.

Wie der Gesundheitsreport 2011 der Schottischen Regierung darlegt, sank der Anteil der zu Hause zwangsberauchten Personen von 18 Prozent im Jahr 1998 auf etwas weniger als die Hälfte im Jahr 2010. Die positiven Folgen auf die Gesundheit der Betroffenen sind bereits messbar. Ein Studie der Universität Glasgow untersuchte die von 2000 bis einschließlich 2009 routinemäßig erhobenen Daten der Krankenhauseinlieferungen in Schottland von Kindern unter 15 Jahren. Dabei fanden die Wissenschaftler haraus, dass seit dem Stichtag 26. März 2006, dem Tag an dem das Rauchvebot in Schottland in Kraft trat, die Zahl der Einlieferungen von asthmakranken Kindern jährlich um durchschnittlich 18 Prozent sank. Im Vergleich dazu war die Quote der jugendlichen Asthmapatienten vor dem Inkrafttreten des Rauchverbots um jährlich fünf Prozent gestiegen.

Wie die Autoren der US-amerikanischen Studie herausstellen, kommt den Kindern rauchender Eltern die Bewusstseinsänderung durch das Rauchverbot in doppelter Hinsicht zugute. Sie profitieren gesundheitlich spürbar von der rauchfreien Umgebung. Und sie sind auch einem weitaus geringeren Risiko ausgesetzt, später selbst einmal zum Nikotinopfer und zur Melkkuh der Tabakindustrie zu werden.


Quellen und weitere Informationen:

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