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Die Tabakindustrie spürt die Steuererhöhungen (und das ist auch gut so!)

[21.09.2004/cc] Laut Gareth Davis, Chef der Imperial Tobacco (Mutterkonzern von Reemtsma), hat die Zigarettenbranche in Deutschland vom Januar bis August 2004 einen Absatzeinbruch von 12 Prozent zu verzeichnen. Etwa die gleiche Zahl gilt für Reemtsma Hamburg selbst. Insgesamt hat der Markt für Tabakwaren um ca. 6 Prozent nachgegeben. Davis sucht die Schuld auch im Schmuggel. Viele Deutsche würden in Polen einkaufen, wo die Zigaretten aufgrund der deutlich niedrigeren Steuersätze wesentlich billiger angeboten werden.

Trotz der Absatzrückgänge bei Reemtsma Hamburg seit der Tabaksteuererhöhung im März wird der britische Mutterkonzern Imperial Tobacco den Gewinn 2004 steigern können. Der Umsatzrückgang konnte durch höhere Preise*, Kostensenkung durch Entlassungen (Abbau von bisher 160 Stellen im Vertrieb und im Werk Berlin) und den Umstieg auf Tabakersatzprodukte (Sticks oder Feinschnitt mit einem Plus von 27 Prozent Umsatz in den letzten 12 Monaten) abgefangen werden. Insgesamt beschäftigt Reemtsma in Deutschland nur 2.400 Mitarbeiter.

Auf dem britischen Heimatmarkt muss Imperial noch mehr um seinen Umsatz bangen. Dort wird momentan über ein öffentliches Rauchverbot nach irischem Vorbild diskutiert. Imperial ist in Großbritannien mit 45 Prozent Umsatzanteil Marktführer.

* Birger Nikolai bemerkt in seiner Kolumne "kein Grund zum Jammern" auf der selben Seite, dass die Konzerne bei der jüngsten Preisrunde die Preise deutlich mehr angehoben haben als es auf Grund der Steuererhöhungen notwendig gewesen wäre.

Laut Statistik der Imperial Tobacco, ebenfalls in der heutigen Ausgabe der "Welt Kompakt" abgedruckt, verteilten sich die Marktanteile am deutschen Markt 2003 wie folgt: Philip Morris ist in Deutschland Marktführer (Marktanteil Marlboro 30,1 %, F6 4,7 %) gefolgt von Imperial/Reemtsma (West 9,3 %, Peter Stuyvesant 2,2 %), B.A.T. (Gauloises Blondes 5,2 % , Lucky Strike 5,1 % , HB 4,4 %, Pall Mall 2,1 %, Lord Extra 1,8 %) und Japan Tobacco (Camel 2,5 %).


Quellen und weitere Informationen:
  • Welt Kompakt, 21.09.2004 S. 14

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