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Kollaborateure der Tabakdrogenindustrie


Ahtuell: Bundespräsident Christian Wulff

Tabaksteuererhöhung entlastet Volkswirtschaft

Jährlich 2,2 Milliarden Euro Einsparung

[19.09.2005/pk] Die zum 1. September 2005 in Kraft getretene dritte Stufe der Tabaksteuererhöhung entlastet nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) die Volkswirtschaft jährlich um 2,2 Milliarden Euro. Erstmals seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland sei der Tabakkonsum durch die bisherigen Steuererhöhungen um zwölf Prozent zurückgegangen. Damit verringerten sich die gesundheitlichen Folgekosten für das Rauchen, die Volkswirtschaft werde spürbar entlastet.

Der Schaden durch die gesundheitsschädigende Tabakdrogensucht beläuft sich nach Angaben des DKFZ alleine in Deutschland jährlich auf etwa 30 Milliarden Euro. Neben den Kosten für die Behandlung tabakbedingter Krankheiten tragen hierzu auch deutliche Produktionsausfälle bei. Raucher fehlen nicht nur durchschnittlich zwei Tage im Jahr mehr an ihrem Arbeitsplatz, sondern weisen zusätzlich eine nachweislich geringere Produktivität auf.

Nach Angaben des DKFZ sank die Anzahl der in Deutschland jährlich gerauchten Zigaretten um zwölf Prozent auf 148 Milliarden Stück. Das entspricht einer Reduzierung um 20 Milliarden Stück. Gemäß Einschätzung des DKFZ hätte der Rückgang noch deutlicher ausfallen können, wenn die Bundesregierung konsequent die Steuersätze für den so genannten Feinschnitt genauso stark angehoben hätte, wie für Zigaretten. Durch die preisliche Verzerrung sei ein Teil der Raucher auf losen Tabak umgestiegen - eine selbst gedrehte Zigarette kostet nur etwa Drittel einer Fertigzigarette.

Die Süddeutsche Zeitung zitiert: "Deutschland ist das einzige Land in Europa, das an einer unterschiedlichen Besteuerung festhält". Deswegen liegt bereits eine Klage der EU beim Europäischen Gerichtshof. Deutschland wird wegen dieser Ungleichbehandlung Wettbewerbsverzerrung vorgeworfen.

Volker Beck von der Deutschen Krebshilfe fordert ebenfalls, Tabakfeinschnitt genauso zu besteuern wie Zigaretten. Nach seinen Worten ist jedoch der politische Wille hierzu noch nicht erkennbar.

Kritisiert wird im Bericht der Süddeutschen Zeitung auch das Fehlen effektiver Maßnahmen gegen den Zigarettenschmuggel. Dazu schreibt die Zeitung weiter: "Hersteller gäben ihre Waren an Händler ab, die illegal verkauften. Die Kontrollen der Transporte und der Kampf gegen den Straßenhandel seien ungenügend."


Quellen und weitere Informationen:

Beschwerdeautomat
Petition zur weiteren Anhebung der Tabaksteuer
Petition zur Angleichung der Besteuerung von Feinschnitt, Pfeifentabak usw.
Tabaksteuer
Zoll hilft bei gezielter Verdrängung von Millionen Tabaktoten
Irland intensiviert Kampf gegen Schmuggel
Tabaksteuererhöhung am Gesundheitswesen vorbei
Rechtsbruch: Bundesregierung schützt sich nicht vor der Tabakindustrie
Kinder rauchender Eltern müssten Gasmasken tragen
Deutschland missachtet internationale Verträge zur Tabakprävention
Zigarettenschmuggel als Waffe gegen die Tabaksteuer
Berliner Erklärung
TÜV-Studie als PR-Gag
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Aktuelles
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