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Randale für ein paar Kippen

Zunehmende Übergriffe durch nikotinkranke Jugendliche

[13.08.2005/ls] In letzter Zeit sind in den Medien immer häufiger Meldungen von randalierenden und gewalttätigen Jugendlichen im Zusammenhang mit Tabakdrogen zu finden. Die Märkische Allgemeine berichtete unlängst von einer Gruppe von etwa 10 bis 15 Jugendlichen, die drei junge Männer überfallen hatten. Eines der drei Opfer hatte sich gerade am Zigarettenautomaten eine Schachtel Kippen gezogen. Die gewalttätigen Jugendlichen verlangten von ihm die Herausgabe der Glimmstängel. Als er sich weigerte, wurde er von zwei Angreifern festgehalten und von einem weiteren ins Gesicht geschlagen und mit Gewalt der Zigaretten beraubt. Nur 24 Stunden zuvor war am selben Automaten ein 23-Jähriger von einem Unbekannten geschlagen worden, angeblich ohne erkennbaren Grund.

In den Pressemeldungen der Polizei ist die Rede von nikotinsüchtigen 15-Jährigen, die beim Zigarettendiebstahl erwischt wurden, und von 16-Jährigen Nikotinabhängigen, die Zigarettenautomaten aufbrechen, um an Kippen und Kleingeld zu kommen. Und von schlägernden Teenagern, die sich von ihren Altersgenossen durch Prügel die Tabakdrogen beschaffen. Von Teenagern, die sich durch Messerstechereien Zigaretten erzwingen. Und von Jugendlichen, die sich nicht nur über geltende Rauchverbote hemmungslos hinwegsetzen, sondern Kritiker dieser inakzeptablen Rücksichtslosigkeit niederstechen oder zu Boden prügeln.

Auch ohne explizite körperliche Gewaltanwendung tritt die Rücksichtslosigkeit und Aggressivität jugendlicher Nikotinkranker immer deutlicher zu Tage. Insbesondere dem Großstadtbewohner begegnen immer häufiger Jugendliche, die nicht nur das Rauchverbot auf den Bahnhöfen missachten, sondern sich auch in Bussen, U- und S-Bahnen darüber hinwegsetzen und ihre Mitmenschen in aggressivster Weise belästigen und schädigen. Und wehe dem, der es wagt, einen solchen Übeltäter zurechtzuweisen!

Aus diesen unschönen Ereignissen lässt sich eindeutig ableiten, dass die Bemühungen der Bundesdrogenpolitik zum Schutz der Jugend vor den gefährlichen Tabakdrogen völlig unzureichend sind. Andere europäische Länder, wie beispielsweise Irland, zeigen sich auf diesem Gebiet bereits wesentlich fortschrittlicher. Tabakwaren dürfen dort nicht an Jugendliche unter 18 abgegeben werden, und Zigarettenautomaten auf offener Straße gibt es dort auch nicht. Und darüber, dass an deutschen Schulen über ein Rauchverbot für Schüler diskutiert werden muss, kann ein Ire nur ungläubig den Kopf schütteln.


Quellen und weitere Informationen:

Beschwerdeautomat
Petition zum Erlass eines generellen Rauchverbots an Schulen
Petition für ein Verbot von Tabakautomaten zur Durchsetzung des Jugendschutzes
Beschwerde über illegale Tabakwarenautomaten in Schulnähe
Beschwerde über BDTA wegen Nichtentfernens von Tabakwarenautomaten in Schulnähe
Anzeige wegen jugendgefährdender Tabakwerbung
Jugendschutz
Smartphone-Apps für Tabakwerbung missbraucht
Verkauf von Zigaretten mit Aromakapsel in Deutschland illegal
Zusatzstoffe verstärken das Gesundheitsrisiko von Zigaretten
Ein klares Nein zu "Maybe"
Nichtraucherschutzgesetze verstoßen gegen UN-Kinderrechtskonvention
Dicke Mädchen sind häufiger nikotinabhängig
E-Zigaretten gesünder als Russisches Roulette?
Studentenmagazin UNICUM will nicht mehr für Tabakdrogen werben
Großbritannien schafft Zigarettenautomaten ab
Bildhafte Warnhinweise sind wichtige Jugendschutzmaßnahme
Aktuelles
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Zigarettenverband setzt Marianne Tritz vor die Tür
Smartphone-Apps für Tabakwerbung missbraucht
Illegale Werbung: British American Tobacco verurteilt
Ethischer Kodex mit Biss
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Zusatzstoffe verstärken das Gesundheitsrisiko von Zigaretten
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