Aktiv Rauchfrei
  Startseite  >  Archiv  >  2005  >  Juli  >  Tabakindustrie mit Lizenz zur...

Tabakindustrie mit Lizenz zur Umweltverschmutzung?

[05.07.2005/pk] Die Tabakindustrie erkauft sich mit ihren Spenden an Politiker und Parteien offensichtlich nicht nur die Lizenz zum Töten (alleine in Deutschland jedes Jahr 140.000 Menschen), sondern auch gleich den Freibrief von jedweder Verantwortung für Umwelt und Gesundheit.

Jeder noch so kleine Getränkehersteller wird zur Rücknahme oder fachgerechten Entsorgung seiner Verpackungen gesetzlich verdonnert. Batterien und Akkus müssen als Sondermüll entsorgt werden. Elektronikhersteller müssen in aufwändigen Prozessen die von ihr produzierten höchst komplexen Geräte zerlegen und bedenkliche Substanzen korrekt entsorgen.

Und was ist mit der Tabakindustrie? Sie produziert nicht nur munter ihre gefährlichen Drogen weiter, sondern mischt auch noch unzählige Chemikalien hinein, die beim bestimmungsgemäßen Gebrauch (Rauchen) höchst giftige und Krebs erregende Substanzen freisetzen. Bei der, zugegebenermaßen schwierigen, Entsorgung des entstehenden Giftcocktails drücken jedoch selbst grüne Umweltminister sämtliche Augen zu. Völlige Blindheit und Taubheit, sowie eisernes Schweigen gegenüber diesem Umweltfrevel steht auf der Tagesordnung aller etablierten Parteien.

Eine einzelne Zigarette verseucht 3.000 Kubikmeter Luft so stark, dass noch Augen- und Atemwegsreizungen auftreten. Damit Qualm und Gestank nicht mehr wahrnehmbar sind, also die Mitmenschen nicht mehr belästigt werden, sind sogar 19.000 Kubikmeter Luft erforderlich. Im Rauch sind Formaldehyd, Blausäure, Kohlenmonoxid und radioaktive Substanzen enthalten, um nur einige Beispiele zu nennen. Diese dürfen nicht nur ungehindert in die Luft geblasen, sondern auch noch durch die unzähligen Zusatzstoffe im Tabak in ihrer Gefährlichkeit verstärkt werden.

Rauchen tötet nicht nur die meisten Menschen, mehr als Alkohol, illegale Drogen, AIDS, Verkehrsunfälle und Morde zusammen. Rauchen ist die größte vermeidbare und vollkommen sinnlose Umweltverschmutzung. Deshalb muss das Rauchen generell verboten werden. Ausnahmeregelungen dürfen höchstens dann erlaubt werden, wenn es sich um abgeschlossene Räumlichkeiten handelt, deren Abluft von allen gefährlichen Substanzen des Tabakrauchs soweit gereinigt wird, dass bei allen Substanzen die zulässigen Grenzwerte eingehalten werden. Da Krebs erregende Stoffe naturbedingt in jeder noch so geringen Konzentration schädlich, und damit keinerlei maximale Grenzwerte sinnvoll sind, müssen diese vollständig aus der Abluft herausgefiltert werden.

Unabhängig davon, wie diesbezügliche gesetzliche Regelungen in Zukunft aussehen werden, ein Aspekt muss auf jeden Fall, und zwar sofort, umgesetzt werden. Das Rauchen und der Aufenthalt von Schwangeren in Raucherbereichen muss mit Gefängnisstrafe geahndet werden, ebenso das Mitnehmen von Kindern in tabakrauchverseuchte Räumlichkeiten.

Nachsatz: Auch die bei der Tabakindustrie in Entwicklung befindliche "rauchfreie Zigarette" kann hier keinerlei Abhilfe schaffen, da hierbei nur die Wahrnehmbarkeit der Reizstoffe übertüncht wird, die gesundheitsgefährdenden und Krebs erregenden Substanzen aber weiterhin im Rauch enthalten sind.

Beschwerdeautomat
Anfrage wegen Sponsoring durch die Tabakindustrie (Hochschulen und Forschungseinrichtungen)
Peinliche Werbung mit Philip-Morris-Forschungspreis bitte entfernen
Philip-Morris-Forschungspreis existiert nicht mehr
Aufforderung zur Ablehnung von Ehrungen und Preisen der Tabakindustrie
Anfrage wegen Tabakwerbung in Zeitungen, Zeitschriften etc.
Anfrage wegen Sponsoring durch Tabakindustrie (Verbände und Parteien)
Tabakindustrie
Tabak-Lobbying tötet
Zigarettenverband setzt Marianne Tritz vor die Tür
Ethischer Kodex mit Biss
Grünes Licht für Einheitsverpackung in Australien
Sponsoring des ZDF-Sommerfests durch Philip Morris
Ein klares Nein zu "Maybe"
Wie die Tabakindustrie die Politik untergräbt, behindert und manipuliert
Internationale Tabakkonzerne wollen Staaten das Fürchten lehren
Deutsches Krebsforschungszentrum fordert sofortigen Stopp für Zigarettenwerbung
Nichtraucherschutzgesetze verstoßen gegen UN-Kinderrechtskonvention
Aktuelles
Tabak-Lobbying tötet
Zigarettenverband setzt Marianne Tritz vor die Tür
Smartphone-Apps für Tabakwerbung missbraucht
Illegale Werbung: British American Tobacco verurteilt
Ethischer Kodex mit Biss
Verkauf von Zigaretten mit Aromakapsel in Deutschland illegal
Familienfreundliche Festzelte und Brauchtumsveranstaltungen sind rauchfrei
Zusatzstoffe verstärken das Gesundheitsrisiko von Zigaretten
Grünes Licht für Einheitsverpackung in Australien
Sponsoring des ZDF-Sommerfests durch Philip Morris